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Ausbildung verbessern statt Spaltung der Zahnärzteschaft Drucken
Donnerstag, 12. Juni 2008
Die „Freie Zahnärzteschaft e. V.“ (FZ) fordert eine Verbesserung der studentischen Ausbildung in der Zahnheilkunde. „Die für den Herbst geplante Änderung der Weiterbildungsordnung ist schädlich für den Berufsstand“, so der Vorsitzende Peter Eichinger. Wer die Ausbildung zuerst vernachlässigt und dann als Hochschullehrer teuere Weiterbildungskurse anbietet, treibt aus persönlichem Interesse einen Keil zwischen die Zahnärzte, so Eichinger.

Die Einführung von Spezialisten als Master of Science und Fachzahnarzt bringe dem Patien-ten laut Eichinger keine Vorteile. Der Patient erwartet bereits einen Spezialisten für Zahn- Mund und Kieferheilkunde, wenn er seine Zahnarzt aufsuche. Für die Zahnärzteschaft hingegen erwartet Eichinger in diesem Falle einen „Verteilungskampf“ zwischen den Allgemein-zahnärzten und den Spezialisten, wie er derzeit schon bei den Medizinern stattfinde.
Die auf der nächsten Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) im Herbst 2008 geplante Änderung der Weiterbildungsordnung soll neben den bisher anerkannten Fachzahnarztbezeichnungen der Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie, der Oralchirurgie, der Kieferorthopädie und dem Fachzahnarzt für das öffentliche Gesundheitswesen weitere Teilgebiete der Zahnheilkunde als eigenständige Fachzahnarztgebiete schaffen. Federführend sind hier Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde (DGZMK) und die Vereinigung der Hochschullehrer. Dabei geht bei dieser als Harmonisierung getarnten Änderung von Fort- und Weiterbildungen in ein modulares und durchlässiges System vor allem darum, weitere Teilgebiete der Zahnheilkunde als eigenständige Fachzahnarztgebiete zu etablieren. Im Gespräch sind die Teilgebiete Parodontologie, Kinder- und Jugendzahnheilkunde sowie Endodontologie.
Der Vorsitzende der Freien Zahnärzteschaft hierzu: „insbesondere in einem Flächenstaat wie Bayern kämen auf die Patienten weite Wege zu, wenn sie zum Beispiel für eine Wurzelbehandlung zu einem Spezialisten anreisen müssten. Wir fordern deshalb die Delegierten der Zahnärztekammern auf, die Änderungen der Weiterbildungsordnung erst einer breiten Dis-kussion in der Zahnärzteschaft zu unterziehen.“ Ganz oben auf der Tagesordnung muss aber eine Verbesserung der Ausbildung der Zahnärzte an der Hochschule stehen, so Eichin-ger. Das mache vieles andere jetzt geplante überflüssig und vornehmste Aufgabe der Hochschullehrer, so der Vorsitzende der Freien Zahnärzteschaft.

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 12. Juni 2008 )
 
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